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Medio Oriente
 

Der syrische Bürgerkrieg, der das Land schon seit 2011 martert, hat schwerwiegende wirtschaftliche, psychologische und soziale Auswirkungen auf die syrische Gesellschaft zur Folge. Wer in diesen Jahren die Arbeit verlor, war gezwungen alle Ersparnisse zum Überleben bzw. für die eigene und familiäre Versorgung auszugeben.

Wer geflüchtet ist, musste sein eigenes Haus verlassen und in überbevölkerte Regionen gehen, die oft nicht von Hilfsorganisationen erreicht werden können, wo man isoliert und hilflos ist.

Die Bereiche, die am dringendsten Unterstützung brauchen, sind folgende:

Hilfeleistung für Familien, Gesundheitswesen, Schulen – zumal viele Ärzte, Professoren und Fachleute geflohen bzw. ausgewandert sind.

In diesen Jahren war AMU in den am Schlimmsten betroffenen Gegenden präsent mit verschiedenen Aktionen des Programms “Dringende Hilfe für Syrien”, unterteilt in gesundheitlichen und sozialen Beistand, Aufstockung der Familieneinkommen, Projekte zur Erziehung und Bildung von Kindern und Jugendlichen, Berufsausbildung und Eingliederung in die Arbeitswelt.

Die Gesamtkosten des Programms für 2018 belaufen sich auf €293.138

Der Gesamtbeitrag zu Lasten von AMU, der durch Spenden zu finanzieren ist, beträgt €241.586

 

Die Auswanderung von Ärzten, das Embargo, das die Produktion einschränkt als auch die Lieferung von Medikamenten – wodurch sich die Kosten zusätzlich erhöhen, als auch die allgemeine, wirtschaftliche Situation des Landes gehören zu den kritischsten Problemen des Hilfsprogramms für Syrien.

Aktivitäten und Begünstigte:

– Zugang von Krebskranken zu ärztlichen Behandlungen (Chemotherapie und ergänzende Medikamente)

– Unterstützung zur Durchführung chirurgischer Eingriffe

– finanzielle Unterstützung von Kranken mit Niereninsuffizienz

– finanzielle Unterstützung für andere medizinische Dienste (Röntgenaufnahmen, Analysen usw.)

– psychologische Unterstützung für Kranke, die wöchentlich im Krankenhaus oder zu Hause besucht werden

Die Auswanderung aus zerstörten Stadtteilen hat zur Überbevölkerung von einigen Regionen geführt, die als sicher galten. Zusammen mit der Auswanderung vieler Lehrer und Professoren hat dies auch Auswirkungen gehabt auf das Schulwesen und die Qualität der Bildung und Entwicklung von Kindern und Jugendlichen.

Aktivitäten und Begünstigte:

– Unterstützung in Schule und Studium

– Erziehung zu gesunder Ernährung

– Versorgung mit Schulmaterial

– Aktivitäten zur Entspannung zwischen den Kursen

– Erziehung zum Frieden, abgehalten vom gleichen Lehrpersonal

– Zusätzliche Förderung zum Erlernen der Sprachen Französisch und Englisch

Schule EHIS für Taube in Aleppo

Die öffentlichen und privaten Schulen im Land sind nicht in der Lage auch taube Kinder als Schüler aufzunehmen. Heute, zwölf Jahre nach ihrer Eröffnung, zählt die Schule EHIS 75 Kinder in vorschulischer Rehabilitation.

Aktivitäten und Begünstigte:

– schulische und außerschulische Kurse für 75 taube Kinder

Seit Beginn der Krise haben wir Familien Unterstützung gewährt für Gesundheitsausgaben, für Heizungskosten und Mieten als auch für die Verbesserung der Lebensqualität von evakuierten und ansässigen Familien.

Aktivitäten und Begünstigte:

– Monatliche Versorgung mit Beihilfen für Familien um ihre Einkünfte aufzustocken und ihnen ein  Leben in Würde zu ermöglichen.

– Beitrag zu medizinischen Ausgaben

– Monatliche Unterstützung zur Mietzahlung und zu Renovierungen, um so den Aufenthalt in gesunden und sicheren Wohnungen zu ermöglichen

– Regelmäßige Besuche zur Beurteilung der Situation und zur Unterstützung

 

Beschreibung

Seit August 2014 sind tausende Einwohner Iraks nach Jordanien gezogen, nachdem sich der sogenannte islamische Staat (IS) im Irak immer weiter ausbreitete und das Leben der Menschen, die Minderheiten religiöser Gruppierungen angehörten, aufs Spiel setzte. Viele mussten ihre Häuser, ihr Land, ihre Träume zurücklassen, um in sicherere Gebiete des Landes zu ziehen. Andere flohen nach Jordanien um dort Hilfe, eine größere Stabilität und Sicherheit zu suchen.

Laut Schätzungen der Vereinten Nationen (UNHCR) waren es im September 2016,  59.196 registrierte Iraker. Der Großteil von ihnen lebt in Amman (89,6%). Davon sind 9,4% Senioren, 56,8% Erwachsene und 33,8% Kinder.

Seit einigen Jahren nimmt Jordanien auch eine sehr große Anzahl syrischer Flüchtlinge auf (im Jahr 2016 waren es über 600.000). Die Regierung hat den syrischen Notfall (im Vergleich zu den anderen Flüchtlingen) als den gravierendsten eingestuft. Bestimmten Flüchtlingen wird von der Region die Möglichkeit geboten, in drei Sektoren zu arbeiten: im Bauwesen, in der Landwirtschaft und in der Straßenreinigung.

Diese Möglichkeiten werden den irakischen Flüchtlingen, die in Jordanien registriert sind, nicht gegeben, sie haben kein Recht auf regelmäßige Arbeitsverträge. Um zu irgendeinem Lohn zu kommen, arbeiten sie schwarz, werden ausgenützt oder unterbezahlt, auch Kinderarbeit wird damit gefördert. Irakische Flüchtlinge können nur innerhalb der kirchlichen Strukturen arbeiten und auch dort nur als Tagelöhner.

Seit Beginn dieses Notstands im Jahre 2014 gelang es der Caritas Jordaniens (CJ), mit Unterstützung der lokalen Regierung und in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche und mit anderen Organisationen im Land, 3.500 Flüchtlingsfamilien aus dem Irak

(fast 12.000  Menschen) mit Nahrungsmitteln zu versorgen, für das Wohnen, die Gesundheit, die Bildung und den rechtlichen Schutz einzutreten. Seit einigen Jahren bemüht sich die Caritas außerdem auch noch um Projekte zur Weiterbildung.

AMU  beschloss mit der Caritas eine Zusammenarbeit anzubahnen, gerade um diesen Aspekt zu unterstützen. Im November 2016 wurde ein neues Bildungsprojekt zugunsten von 150 Flüchtlingen aus dem Irak und von 45 Personen aus Jordanien, in gefährdetem Zustand, gestartet. In den letzten Monaten wurde das Projekt erweitert mit dem Ziel, den Begünstigten durch konkrete Mittel zu helfen, wirtschaftlich selbständig zu werden.

Die wichtigsten vom Projekt vorgesehenen Aktivitäten sind:

-Grundkurs über sanitäre und kulturelle Kenntnisse in Bezug auf die Lage der Flüchtlinge

-gezielte Ausbildung um die persönlichen Fähigkeiten zu verbessern, wie etwa die sprachlichen Kenntnisse

-praktische und theoretische Kurse mit der direkten Zielsetzung der Arbeitssuche oder des Aufbaus eines selbständigen Betriebs

-Ausbildung und Begleitung um unternehmerische Fähigkeiten zu festigen

-Lieferung von Ausrüstung und technischen Hilfsmitteln zum Start von Mikroprojekten

-Auswahl von 100 Begünstigten für eine Beschäftigung der Dauer von 50 Tagen in einem Zeitraum von 6 Monaten (mit Tageslohn)

Neulich erwarb die Caritas Jordanien als Geschenk ein Grundstück mit 640 Olivenbäumen, zwei Glashäusern und einem Ziehbrunnen zur Bewässerung, daneben eine Struktur mit großflächigen, verfügbaren Räumlichkeiten. Gerade hier konzentrieren sich nun die Bildungstätigkeiten, die zuvor in den Städten Amman, Zarqa, Balqa und Madaba stattfanden.

Auf dem erworbenem Grundstück wurden einige Container zur Verwirklichung mehrerer Mikroprojekte aufgestellt: die Verarbeitung der gesammelten Oliven sowohl als Nahrungsmittel als auch zu kosmetischen Zwecken. Mit der Zeit wird man auch Reben und in den Glashäusern Arzneikräuter anbauen können; es wird daran gearbeitet, den Ackerbau in biologischen Anbau umzusetzen.

Außerdem wurde ein Tischlereibetrieb zur Erzeugung von Möbel fürs Freie, aus alten Sitzbänken, gegründet: der Anfang scheint vielversprechend zu sein und es ist voraussehbar, dass der Betrieb gute Einkünfte erbringen kann. Mit der Zeit und mit einer angemessenen Investition sollten die verschiedenen Mikroprojekte Fuß fassen und etwa hundert Menschen einen fixen Arbeitsplatz gewährleisten.

 

Das dreijährige Projekt CHANCE FÜR MORGEN wird ins Leben gerufen, um der Erziehungs-und Ausbildungstätigkeit Kontinuität und Beständigkeit zu gewährleisten, die seit ungefähr

8 Jahren von der Stiftung Koz Kazah in der Gemeinschaft von Shubra, eines der dicht besiedelsten Viertel Kairos geführt wird.

Die Stiftung setzt sich für die Letzten in den entlegensten Teilen der ägyptischen Hauptstadt ein. Die wichtigsten Ziele ihrer Tätigkeit sind u.a. das Bestreben um einen regelmäßigeren Schulbesuch der Jungen, das Mitspracherecht der Mädchen und Frauen in der Öffentlichkeit zu fördern, die Mädchen und Frauen zu ermutigen, erzieherische und berufliche Laufbahnen anzustreben, wobei sie ihre persönlichen Fähigkeiten weiterentwickeln (siehe z.B. Projekt „Risiko-Jungs“ und „Frau, Erzieherin zum Frieden“)

Das erreichte Ausmaß im ständig wachsenden Einsatz von Koz Kazah und die positive Rückantwort der lokalen Bevölkerung auf die Programme erfordern eine Verstärkung der Organisation, um die Effizienz der geleisteten Dienste zugunsten der Bevölkerung zu verbessern und damit Stabilität und Kontinuität zu gewährleisten.

Aus diesem Grund wurde die anfängliche Gruppe von Freiwilligen nach und nach mit einigen professionellen und für Koordinierung sorgenden Fachleuten erweitert.

Für die handwerklichen Tätigkeiten, die mit der Gruppe der Frauen bereits begonnen wurden (Korbflechten, Küche, Catering und ökologischer Druck) wird das neue Projekt die Eingliederung einiger dieser Frauen ins Berufsleben durch Praktika in lokalen Betrieben fördern.

Um die Beständigkeit und Qualität des Projekts zu garantieren werden auch die Kompetenzen und Fähigkeiten der Frauen bestärkt, die sich schon seit Jahren mit Begeisterung und Hingabe, zunächst auf freiwilliger Basis, für die Arbeit in der Stiftung entschieden haben.

Wir glauben, dass der ganze Reichtum an Erfahrung, der von Koz Kazah mit den Jungs von Shubra herangereift ist – erwachsen aus dem Dialog zwischen Generationen und Religionen – andere Gemeinschaften von Jugendlichen und Erwachsenen dazu anleiten kann, gemeinsam zu wachsen und zusammen zu arbeiten.

Zu diesem Zweck haben wir beschlossen, hier in Italien, gemeinsam mit Koz Kazah, Werkstätten für die Erziehung zur Entwicklung zu verwirklichen, um in den nächsten drei Jahren einigen Schulen in Rom und der Provinz diese Aktivitäten bekannt zu machen.

Es wird eine Gelegenheit sein, um gemeinsam Momente der Interkultur und der Entwicklung zu teilen, wobei Erfahrungen und gegenseitige Sensibilitäten ausgetauscht werden: eine kleine Brücke der Geschwisterlichkeit am Mittelmeer.

Vorgesehene Tätigkeiten

Wöchentliche Fortbildungstreffen, um die soziale Eingliederung und die familiären Beziehungen von Frauen, Jungen und Mädchen zu fördern

Organisation von spielerischen und unterhaltenden Tätigkeiten, Ausflügen und bildenden Schulcamps

Bildung von Selbsthilfegruppen und psychologischem Dienst

Realisierung von Fortbildungskursen für ökologische Drucktechnik, von Schnitt-und Nähkursen, Kochkursen und Catering sowie handwerkliche Verarbeitung von Peddigrohr

Orientierung und Begleitung bei der Eingliederung in die Arbeitswelt für Frauen

Bildungswege und Festigung der Kompetenzen für das Personal von Koz Kazah

Verwirklichung von 18 Werkstätten über Erziehung zur Entwicklung in Schulen Italiens in Zusammenarbeit mit Koz Kazah